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Zur Sonnenfinsternis nach Mallorca

  • Martin Stahl
  • vor 50 Minuten
  • 11 Min. Lesezeit

Dass es am 12.08.26 eine totale Sonnenfinsternis gibt, ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Von der Finsternis 1999 in Bruchsal war ich so begeistert, dass ich bei Gelegenheit wieder eine sehen wollte. Schon seit Jahren war somit klar, dass wir nach Mallorca reisen würden, um die Finsternis zu erleben. Das spanische Festland war wohl für die Beobachtung besser geeignet, aber Mallorca ist leicht zu erreichen und man kann ja ein paar Tage Urlaub dranhängen. Um bei dem erwarteten Ansturm auf die Insel nicht in die Röhre zu schauen, buchten wir bereits letztes Jahr im September. Mein Freund Carsten fuhr mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn mit dem Auto über Barcelona, ich flog auf die Insel und wir trafen uns am Nachmittag im Hotel. Hinflug mit der Condor, zurück mit der Lufthansa, da so die Flugzeiten am angenehmsten waren. Da die Finsternis kurz vor Sonnenuntergang im Westen stattfinden sollte, wählten wir ein Hotel an der Westküste, hatten damals aber nicht auf dem Schirm, dass es um Peguera im Nordwesten recht bergig ist und der Ort so in einer Bucht liegt, dass die Sonne nicht über dem Meer, sondern hinter den Bergen untergeht. Also mussten wir eine geeignete Stelle finden, wo wir die Totalität erleben können, bevor die Sonne hinter den Bergen untergeht. Auf Mallorca herrschte am Tag der Finsternis Ausnahmezustand. Viele Orte waren für die Autos gesperrt, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Ebenso viele bekannte Aussichtspunkte und bei offiziellen Beobachtungsstellen wie bestimmten Stränden musste man damit rechnen, dass diese geschlossen werden, wenn sie voll waren. Die KI nannte mir einen Strandabschnitt in Peguera, von dem man aus die Totalität sehen könnte, aber so ganz traute ich ihr auch nicht und wir überlegten uns Alternativen.

 

10.08.26

DE 1504 FRA-PMI

A321 D-ATCC

Gate B1, Sitz 34 A, Startbahn 18, Landebahn 24 L

geplant 11:05 – 13:05, tatsächlich 11:15 – 13:19


Zu meiner Überraschung fuhren beide Züge zum Flughafen pünktlich. Als ich an den jeweiligen Bahnsteigen ankam, fuhren gleich danach die Züge ein, so dass ich entspannt am Flughafen ankam und das erste Mal im Anbau des Terminals C bei den Schaltern der Condor meinen Koffer aufgab. Es war noch genügend Zeit für den ersten Ausflug ins neue Terminal 3. Der Weg zum Bahnhof der neuen Skyline dauerte fast so lange wie die Fahrt ins Terminal 3. Die Abflughalle G (der dazu gehörige Flugsteig ist noch nicht in Betrieb) ist überwiegend für die Billigflieger konzipiert und wirkt wie ein Baumarkt, während die Halle für die Flugsteige H und J geräumig und modern wirkt. Neben dem Terminal ist eine Terrasse, die einen kleinen Ausblick auf das Vorfeld ermöglicht.



Eine Stunde vor Abflug kehrte ich ins Terminal 1 zurück und erlebte mit B1 einen für mich neuen Flugsteig, an dem aber kein Flugzeug hielt, sondern der Bus. Der gelb geringelte Airbus war dieselbe Maschine, mit der ich im Mai nach Wien geflogen bin.

Das Flugzeug war wie erwartet fast ausgebucht und wir legten wieder den langen Weg bis zur Startbahn West zurück, wo wir um 11.31 Uhr in den wolkenlosen Himmel abhoben.



Die Flugstrecke war praktisch identisch wie bei meinem letzten Ausflug nach Mallorca vor einem Jahr. Die Alpen verbargen sich überwiegend unter den Wolken, aber über der Provence gab es wieder klare Sicht wie hier auf den Flughafen Marseille.



Die Bucht von Alcudia mit dem Ferienort Can Picafort im Norden der Insel, wo ich 2018 den Urlaub verbracht hatte.



Um 13:15 setzten wir auf der linken Bahn auf und parkten direkt am Terminal.



Palma de Mallorca ist im Sommer einer der vollsten Flughäfen, den ich kenne, und man legt im Terminal lange Wege zurück bis zur Gepäckausgabe. Trotzdem dauerte es noch eine Weile, bis die Koffer kamen. Draußen bei der Ankunft wurden wir von den Bussen des Reiseveranstalters erwartet und ich stand mit den anderen Urlaubern eine Weile in der Hitze, bis unser Bus abfuhr. 90 Minuten lang fuhren wir durch verschiedene Ferienorte, enge Straßen, rauf und runter, bisweilen auch mal im Kreis, bis das Hotel Don Antonio in Peguera erreicht war.



Carsten und seine Familie waren bereits vor Ort, und der erste Tag stand im Zeichen der Ankunft, Getränke im Supermarkt besorgen und etwas die Gegend erkunden. Ich wollte den Sonnenuntergang am Strand überprüfen, aber dichte Wolken verhinderten jegliche Sicht auf den Himmel.

Der Strand des Nachbarorts Santa Ponca war ein offizieller Beobachtungspunkt und Santa Ponca sollte wegen des erwarteten Ansturms bereits ab dem Vorabend für den Autoverkehr gesperrt werden. Also sollte man von dort die Finsternis sehen können, aber für eine Wanderung war es zu weit. Daher war unser Plan, das Auto dort bereits am Vortag abzustellen, mit dem Bus zurückzufahren und am Tag der Finsternis mit dem Bus hinzufahren und danach mit dem Auto heimzufahren. Einen Parkplatz zu finden, war kein Problem und wir erkundeten bei der Gelegenheit auch den Strand von Santa Ponca. Auch hier würde die Sonne hinter den Bergen untergehen und es gab nur einen Teilbereich des Strands, der die Sicht auf die Totalität ermöglichen würde. Wir wussten nicht, ab wann der Strand dort so überfüllt wäre, dass er gesperrt würde, hatten aber auch keine Lust, schon ab mittags stundenlang am Strand in der Sonne zu stehen und gebraten zu werden. So richtig zufrieden waren wir nicht mit dieser Lösung, die als Notnagel diente.



Von Peguera zu Fuß erreichbar war das Cap Andritxol mit dem alten Wachturm oben auf dem Berg. Dieser wurde Anfang des Jahrtausends restauriert, wobei Claudia Schiffer als damalige Besitzerin des Grundstücks die Kosten übernommen hatte. Er war von unten gut zu sehen und ich überlegte, ob das nicht ein guter Aussichtspunkt wäre.



Wir konnten nicht herausfinden, ob der Weg zu diesem Turm zur Finsternis auch gesperrt würde, aber Peguera galt eher als „ungeeignet für die Finsternis“ und als nicht so dicht überlaufen. Einen Versuch war es wert und ich wanderte auf das Kap zum Turm.



Bei hohen Temperaturen ging es auf Wanderwegen nach oben und egal, ob man die Finsternis von dort sehen könnte oder nicht, der Blick auf die benachbarte Bucht von Camp de Mar war es wert.



Der Turm selbst war nicht begehbar, aber die Umgebung bot genügend Platz und die Berge hinter der Bucht waren nicht so weit oben über dem Horizont. Man sollte die Finsternis von hier eigentlich sehen können. Garantieren konnte ich es aber nicht.

Ich ging noch ein Stück weiter über das Kap, bis der Weg, ach, das war schon lange kein Weg mehr... bis die Steine zu beschwerlich zum Laufen wurden.

Der Blick vom Cap Andritxol zum Turm und dahinter hinaus ins Gebirge.



Der Blick auf die Bucht von Peguera.



Als dritte Möglichkeit erkundigte ich noch den Strand von Peguera selbst. Zur Zeit der Totalität war ich unten am Strand und schaute nach dem Sonnenstand. Tatsächlich gab es am Strand eine Ecke, wo die Sonne erst wenige Minuten nach der Totalität hinter den Bergen verschwand. Das war der Ort, den die KI mir im Voraus empfohlen hatte. Damit hatten wir eine sichere Stelle für die Finsternis gefunden und auch zwei Orte, die zu Fuß erreichbar waren. Wir waren somit vom Verkehr unabhängig. Allerdings – und das war vom Ort auf der Insel weitgehend unabhängig – zog am Abend ein Wolkenband vor die Sonne und verdeckte die Sicht. Wolken am Horizont, besonders auf Inseln, sind abends leider häufig. Es blieb also spannend.



Da auf Mallorca Orangen angebaut werden und hervorragend schmecken, bin ich auf den Reisen dorthin stets für frischen Orangensaft gerüstet. Die Saftpresse ist im Gepäck dabei.



12.08. – Der Tag der Sonnenfinsternis. Den Vormittag nutzten wir für einen Ausflug an den Strand, um ihn auch bei Tag zu sehen. Aber zum Herumlaufen war es schon wieder zu heiß.


(Foto: C. Hagemann)
(Foto: C. Hagemann)

Schließlich entschieden Carsten und ich uns für den Aufstieg zum Cap Andritxol, während seine Frau mit dem kleinen Kind zur Schlafenszeit im Hotel bleiben wollte. Mit Kind hätte der Aufstieg auch nicht geklappt, dann wären wir zum Strand gegangen.

Eineinhalb Stunden vor Beginn der Finsternis waren wir oben am Turm, um noch gute Plätze zu bekommen, und wir waren nicht die ersten. Es war aber kein Problem, einen Platz mit guter Aussicht zu bekommen, und Carsten baute seine Ausrüstung auf.



(Foto: C. Hagemann)
(Foto: C. Hagemann)

Da saßen wir also oben in der Sonne, in der Hitze, fanden aber unter den Büschen etwas Schatten. Im Lauf der Zeit kamen noch mehr Interessierte hochgelaufen und das Kap war gut gefüllt, aber nicht gedrängt. Das war der Vorteil, dass es nicht bequem mit dem Auto zu erreichen war.



Noch zwei Minuten bis zur Totalität. Die Sonne war nur noch eine dünne Sichel, aber weiterhin gleißend hell. Daher war die Schutzbrille weiterhin angebracht. Aber der Himmel wirkte düsterer und es kühlte ab. Und die Sonne stand schon recht dicht über dem Horizont. Klappt das wirklich mit der Totalität vor dem Sonnenuntergang?



Letzte Minute. Von rechts kommt der Kernschatten, den der Mond auf die Erde wirft.



Und dann war es soweit. Als hätte man das Licht ausgeknipst, wurde es schlagartig dunkel, als der Mond die Sonne komplett verdeckte. Ein Moment, der geradezu mystisch wirkte, und wir waren dabei und erlebten nach 27 Jahren wieder eine totale Sonnenfinsternis.



Nur ein verwackeltes Foto oder doch ein Tor in eine andere Dimension?



(Foto: C. Hagemann)
(Foto: C. Hagemann)

Nach nur 90 Sekunden gab der Mond den Blick auf die Sonne wieder frei. Das Phänomen (hier etwas unscharf) wird als Diamantring bezeichnet und sofort wurde es wieder hell.



Links ist es noch dunkel, diese Region ist weiterhin im Kernschatten, während bei uns die dünne Sichel der Sonne zwei Minuten nach der Totalität bereits über den Bergen unterging.



Ein einmaliger, bewegender Moment, und der Körper wurde durchgespült mit Endorphinen. Für die Nicht-Biologen: Das sind diese Glücks-Hormone. Dass es so knapp werden würde mit dem Sonnenuntergang, hatte ich nicht erwartet, und wir hatten großes Glück gehabt, die Totalität in ihrer ganzen Pracht mit dem Blick über die Bucht miterleben zu können. In der Abenddämmerung ging es auf den Rückweg den Berg hinunter zum Hotel. Was waren wir fertig danach, aber auch total glücklich. Wäre ich Influencer auf YouTube, wäre ich stotternd und ergriffen, vielleicht sogar schluchzend, vor der Handykamera gestanden und hätte meine Gefühle geschildert.

Auch am nächsten Morgen wurden noch Endorphine ausgeschüttet und wir holten erst das Auto in Santa Ponca wieder ab und machten einen gemeinsamen Ausflug in den nahe gelegenen Ort Andratx. Es war wieder sehr heiß und der Ort war wie ausgestorben.



Die Kirche Santa Maria



Uns zog es wieder Richtung Meer und daher machten wir noch einen Abstecher nach Port Andratx, wo wir uns am Hafen auch eine Pause mit kühlen Getränken gönnten.


(Foto: B. Hagemann)
(Foto: B. Hagemann)

Bei meinem ersten Ausflug nach Mallorca im Sommer 2004 bin ich von Palma mit der historischen Eisenbahn, dem Roten Blitz, ins Tramuntana-Gebirge nach Soller gefahren. Um die 2 € für die Straßenbahn zu sparen, bin ich dann „runter zum Hafen“ zu Fuß gegangen. Nicht ahnend, dass Port de Soller eine eigene Ortschaft ist und man ein ganzes Stück läuft. Lange läuft. Zwar ist die Straßenbahn nach 22 Jahren teurer geworden, aber wir buchten einen Ausflug mit der Bahn und der Straßenbahn und für mich ging es anschließend noch mit dem Schiff weiter.

Der historische Zug im Bahnhof von Palma.



(Foto: C. Hagemann)
(Foto: C. Hagemann)

Gut eine Stunde lang ging es mit dem Zug ins Tramuntana-Gebirge, durch mehrere Tunnel und in einer Schleife nach Soller, eine der schönsten Ortschaften Mallorcas mit der Pfarrkirche Sant Bartomeu im Zentrum.



Der Bahnhof von Soller mit der Drehscheibe und den Ringlokschuppen.



Die Pfarrkirche Sant Bartomeu im Zentrum von Soller.



Es blieb gerade Zeit für eine Portion Eis – Orangeneis, das mit den Orangen der Gegend hergestellt wurde. Dann war schon die Straßenbahn für die Weiterfahrt nach Port de Soller bereit.



Port de Soller



Mit dem Schiff ging es weiter zur Bucht von Sa Calobra. Unten waren viele Plätze schon besetzt und ich kam zum Glück auf die Idee, die Treppe nach oben zu steigen – und da waren fast alle Plätze noch frei und ich konnte die Aussicht auf die Felsen der Küste während der Fahrt genießen.



Wie diese Felsnadel hinter Port de Soller.



Oder diese Apartments an der Küste.



Nach einer knappen Stunde hatten wir die Bucht von Sa Calobra erreicht. Sie bestand aus dem kleinen Strand und einigen Restaurants und Andenkenläden.



Einige der verwilderten Hausziegen, die in den Felsen herumkletterten, erwiesen sich als recht zahm und ließen sich von den Besuchern auch anfassen.



Ein Weg führte die Bucht entlang durch einige Tunnels in die benachbarte Bucht, in der der Sturzbach Torrent de Pareis ins Meer mündet, sofern er nach starken Regenfällen genügend Wasser führt. Die Mündung ist ein weiterer belebter Strand und da wollte ich auch ins Wasser. Handtuch und Badehose hatte ich zum Glück dabei.



Nach der Erfrischung im Wasser wanderte ich das ausgetrocknete Flussbett so weit wie möglich entlang und bewunderte die zahlreichen Felsformationen. Nach all dem Trubel war im Flussbett eine herrliche Ruhe, ich war die meiste Zeit alleine.



An dieser Felsbarriere war für mich der Weg zu Ende. Man kann zwar weitergehen, aber das erfordert entsprechende Ausrüstung und noch besser einen geeigneten Führer, um über die Felsen zu klettern. Die meisten Touristen, die auf Mallorca gerettet werden müssen, kommen im Torrent de Pareis in Not.



Lieber schaute ich den beiden Ziegen zu, die auf den Felsen herumturnten und von den Blättern naschten.



Über Sa Calobra, Port de Soller, Soller und Palma ging es wieder zurück ins Hotel und am nächsten Morgen wieder nach Hause. Carstens Familie brach schon früh mit dem Auto auf, so dass wir uns schon am Abend verabschiedeten, während ich noch Zeit für das reguläre Frühstück hatte, bevor der Transferbus zum Flughafen von Palma kam.


15.08.26

LH 1157 PMI-FRA

A321 D-AIRM

Gate D80, Sitz 31 A, Startbahn 24 R, Landebahn 25 L

geplant 12:00 – 14:25, tatsächlich 12:01 – 14:26


An den Tui-Schaltern des Flughafens waren praktisch alle geöffnet, dennoch war dort eine riesige Schlange, während ich an den Schaltern der Lufthansa-Gruppe nach 10 Minuten meinen Koffer abgegeben hatte. Fast alle Tui-Flüge um diese Zeit gingen nach Großbritannien, wo auch die große B787 eingesetzt wurden. Es war noch genügend Zeit, wieder den Flughafen zu erkunden und die Flugzeuge auf dem Vorfeld zu fotografieren, wie auch meine Lufthansa-Maschine bei der Ankunft aus Frankfurt. Schön, dass ich noch einen Flieger mit dem alten Spiegelei-Logo bekam.



Der Flieger war ausgebucht und ich stieg als einer der letzten ein und dennoch war über mir ein Gepäckfach noch frei. Die restlichen Passagiere kamen auch schnell an Bord, so dass wir tatsächlich pünktlich von der Parkposition weggeschoben wurden und uns auf den Weg zur Startbahn machten. Wir reihten uns in die Warteschlange und hoben um 12.23 Uhr nach einigen Fliegern Richtung England und Skandinavien ab. Air Canada und United Airlines (nicht im Bild) fliegen mittlerweile von Palma direkt nach Montreal bzw. New York-Newark. Auch auf unserem Lufthansa-Flug gab es Umsteiger in die USA, außerdem u.a. nach Korsika oder Sardinien. Zumindest zwischen Mallorca und Sardinien gibt es auch Direktflüge.



Dan Castilla (wo ich beim Tagesausflug vor einem Jahr am Strand gewesen bin) und die Bucht von Palma.



In einer weiten Kurve über der Bucht von Palma ging es nach Norden.



Bucht von Alcudia an der Nordküste



Die kleinere Nachbarinsel Menorca



Marseille von der anderen Seite. Zu erkennen sind das Stadion und der Hafen, bei genauem Hinsehen auch die Basilika Notre Dame.



Zum ersten Mal im Leben konnte ich den Mont Blanc bewusst wahrnehmen, auch wenn die Spitze sich in die Wolken hüllte.



Durch das Flynet hatte ich im Flug sogar kostenloses Internet. Die Verbindung reichte, um Nachrichten zu senden („Ich bin jetzt über euch. Geht raus und winkt!“) und im Flight Radar unsere Position und die anderer Flugzeuge zu verfolgen.

Das Kraftwerk Leibstadt am Rhein an der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland.



Im Landeanflug über Aschaffenburg



Weiß dominierend das Bauhaus in Aschaffenburg und rechts davon, fast am Bildrand, wohne ich und sehe bei genauem Hinschauen sogar die Katzen am Fenster sitzen und vorwurfsvoll gucken.



Das Strandbad Spessartblick bei Großkrotzenburg. Einzelne Personen sind noch nicht erkennbar, aber immerhin die Sonnenschirme. Hier sind wir vor 50 Jahren schon zum Baden gewesen und vor einigen Wochen bin ich dort mit dem Fahrrad hingefahren.



Um 14.16 Uhr setzten wir auf der Südbahn des Frankfurter Flughafens wieder auf und parkten am Flugsteig A+, wo das Flugzeug für den nächsten Flug nach Valencia abgefertigt wurde.



Als Nadelöhr erwies sich wieder einmal die Gepäckausgabe. Von den rund 200 Passagieren an Bord waren etwa 90 % Umsteiger, deren Gepäck zuerst verladen wurde. Während wir 20 restliche Passagiere am Band warteten, tauschten wir noch unsere Erfahrungen zur Finsternis aus.

Die Wartezeit am Fernbahnhof vergeht schneller, wenn man draußen noch die anfliegenden Flugzeuge fotografiert. Hier der A320 von Discover Airlines bei der Ankunft aus Shannon/Irland.



Der ICE Richtung Aschaffenburg fuhr am Flughafen sogar pünktlich ab, wurde am Frankfurter Hauptbahnhof aber halbiert und schaffte es, auf der kurzen Strecke nach Aschaffenburg noch eine halbe Stunde Verspätung einzufahren. Alle Anschlüsse nach Hause waren somit weg und in der Zeit, in der ich auf den nächsten Bus wartete, war ich auch nach Hause gelaufen. Letztlich benötigte ich für die Zeit vom Flughafen nach Hause so lange wie der Flug von Mallorca nach Frankfurt dauerte.

Eine totale Sonnenfinsternis ist ein extrem beeindruckendes Erlebnis, auch emotional. Die nächste ist bereits im August 2027 und ich danke dem bayerischen Ministerpräsidenten, dass er den Mond am Himmel mit der Stange so weiterschiebt, dass alle für uns relevanten Sonnenfinsternisse in die bayerischen Sommerferien fallen. Die totale Phase ist 2027 in einem Streifen von Südspanien über Nordafrika bis ins ägyptische Luxor zu sehen, wo sie sogar sechs Minuten andauern wird. Also viermal so lange wie auf Mallorca. Die nächste, die für uns in Europa/Nordafrika als totale zu sehen wird, kommt erst wieder 2081 und die werde ich mit Sicherheit nicht miterleben. Daher ist Luxor bereits fest gebucht.


Copyright aller Fotos (sofern nicht anders angegeben): Martin Stahl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
 

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